Hanf - ein nachwachsender Rohstoff |
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Der Hanf ist ein
nachwachsender Rohstoff mit großen ökologischen und ökonomischen Potentialen. Die
einjährige Hanfpflanze (botanisch cannabis sativa) ist eine schnell wachsende
Pflanze, die in einhundert Tagen sehr viel Biomasse zu generieren in der Lage
ist.
Neben der reinen Biomassegewinnung kann die Hanfpflanze auch
zur stofflichen Gewinnung von Rohstoffen genutzt werden. Hanf ist bekannt als Lieferant von
hochwertigen Naturfasern, die extrem reißfest sind. Bei der Fasergewinnung
fallen als Sekundärrohstoff die so genannten Hanfschäben an. Die Hanfschäben
sind die Splitter des holzigen Bestandteils der Pflanzenstängel. Ein weiteres
Anbauziel des Rohstoffs Hanf sind die Samen.
Die Hanfsamen sind botanisch betrachtet eigentlich Nüsse.
Die ernährungsphysiologisch wertvollen Samen haben einen nussigen Geschmack.
Aus den Samen lässt sich ein sehr hochwertiges Pflanzenöl pressen, welches
reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist. Aufgrund diesen Potentials ist
das Hanföl sowohl für eine gesunde Ernährung geeignet als auch als Grundstoff
für die Kosmetikindustrie.
Die Blüten der Hanfpflanze sind bekannter Maßen reich an
natürlichen Cannabinoiden. Diese sind für die pharmazeutische Industrie von
großem Interesse. Cannabinoide können z.B. in der Schmerztherapie zum Einsatz
kommen. In Großbritannien gibt es eine börsennotierte Firma, die die Zulassung
eines Cannabismedikamentes vorbereitet. Dieses soll u.a. in der Therapie von multipler
Sklerose zum Einsatz kommen.
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