Suche und Auswahl von Anbieter der Personalberatung |
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Die deutschen Unternehmen stellen wieder mehr Mitarbeiter ein und lassen sich bei der Suche und Auswahl verstärkt von Personalberatung unterstützen. In Folge legte der
Gesamtumsatz der Branche der Personalberatung im Jahr 2005 im Vergleich zu 2004 um knapp zehn Prozent auf 970 Millionen Euro (2004: 880 Millionen Euro) zu. Ganz oben auf der Beliebtheitsskala standen 2005 Fach- und Führungskräfte mit Vertriebs- und Marketingqualitäten.
Das Eis ist gebrochen.
Die Unternehmen reagieren mit Neueinstellungen auf die verbesserten
Absatzchancen. Die Personalberatung bleibt optimistisch. Über 80 Prozent planen weitere Umsatzzuwächse.
Bei knapp einem Drittel aller Suchaufträge werden Mitarbeiter für die Bereiche Marketing und Vertrieb gesucht. Bei jeder fünften Stellenbesetzung wird die Personalberatung mit der Suche nach geeigneten Kandidaten für die Gesamtverantwortung oder Leitung der
Unternehmen beauftragt.
Weiterhin entfallen 13,5 Prozent der Suchaufträge der Personalberatung auf Positionen im Bereich Entwicklung/Produktion sowie gut zehn Prozent im Bereich Finanzen, Controlling und Rechnungswesen.
Die Nachfrage nach Ingenieuren bewegt sich bei der Personalberatung weiter auf einem hohen Niveau. Hier sucht die Personalberatung geeignete Kandidaten verstärkt in Osteuropa. Eine Herausforderung für die Personalberatung stellt auch die Suche nach Fach- und Führungskräften mit Spezialkenntnissen der internationalen Rechnungslegung dar, da hier die Nachfrage das Angebot übertrifft. Hingegen sind Experten für Qualität und Zertifizierung bei den Unternehmen weniger gefragt.
Eine signifikant höhere Wechselbereitschaft kann die Personalberatung bei den Kandidaten noch nicht feststellen. Fällt aber dann die Entscheidung
zugunsten des Stellenwechsels, spielt die Aussicht auf neue, interessante Herausforderungen eine wichtigere Rolle als die Aussicht auf ein höheres Gehalt.
Die vermehrten Personaleinstellungen in Industrie und Wirtschaft machen sich auch bei der Entwicklung der einzelnen Geschäftsfelder der Personalberatung bemerkbar. Die Rückkehr zum Kerngeschäft der Personalberatung, der Suche und Auswahl von Fach- und Führungskräften, ist unübersehbar. Lag deren Anteil in den Jahren 2003 bei 79 Prozent und 2004 bei 85 Prozent, so stieg er 2005 wieder auf knapp 91 Prozent.
In den schwierigeren Branchenjahren 2001 bis 2003 mit einem schwachen Arbeitsmarkt hatten viele Personalberatungen zusätzliche Dienstleistungen angeboten. Jetzt, wo die Auftragsbücher mit der Kandidatensuche wieder gut gefüllt sind, konzentriert man die eigenen
Kapazitäten der Personalberatung auf das Kerngeschäft.
Am stärksten fiel das Wachstum bei der Personalberatung 2005 in den Umsatzklassen 500.000 Euro bis 1 Million Euro mit zwölf Prozent, bis zwei Millionen Euro mit dreizehn Prozent und zwei Millionen bis fünf Millionen Euro mit ebenfalls dreizehn Prozent aus. Das
Marktwachstum der Top-20-Personalberatungsfirmen lag bei 7,5 Prozent.
Bei der unterschiedlichen Entwicklung der Größensegmente kommt zum Tragen, dass sich einige wenige zusätzliche Suchaufträge bei den kleineren Personalberatungen schneller auswirken als bei den großen Personalberatungen. Um geeignete Kandidaten zu finden, greift die Personalberatung bei gut jedem zweiten Klientenauftrag zur Direktansprache als Suchmethode.
Gleichzeitig war der Anteil der kombinierten Suche (Direktsuche, anzeigengestützte Suche, Internetsuche) im Vergleich zum Jahr 2003 von gut 16 Prozent auf 28 Prozent gestiegen.
Die Branche der Personalberatung geht von weiteren erfolgreichen Geschäftsjahren aus. 82 Prozent der Personalberatungen gehen von einem Umsatzplus aus. Bei den großen Firmen der Personalberatung sind es sogar 98 Prozent. Vor diesem Hintergrund wollen gerade diese Personalberatungen im laufenden Geschäftsjahr auch ihr eigenes Personal aufstocken. 85
Prozent der Personalberatungen beabsichtigen zusätzliche Berater einzustellen und 62 Prozent der Personalberatung wollen weitere Researcher aufnehmen.
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